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Die Anfänge des AKSV

Am 25. Januar 1910 wurde im Rest. Löwen in Speicher der Turnerschwingerverband gegründet. Es stellten sich 44 Mitglieder aus den acht Turnvereinen Appenzell, Bühler, Herisau, Herisau-Säge, Hundwil, Rehetobel, Speicher und Stein zu Verfügung. Die Statuten wurden genehmigt und traten sofort in Kraft. Auch der Beitritt in den Nordostschweizerischen-Schwingerverband wurde beschlossen.

Nach dem zügigen Start folgten schon sehr schnell die ersten Höhepunkte mit den Kantonal-Schwingertagen 1910 in Trogen, 1912 in Schwellbrunn und 1913 in Hundwil.
Am 6. Februar 1921 versammelten sich die Schwinger im Rest. Rössli in Trogen und genehmigten neue Statuten, womit der Appenzeller Kantonal-Schwingerverband (AKSV), wie er sich nannte, nun vollständig auf eigenen Füssen stand. Im ersten Verbandsjahr konnte der AKSV einen Zuwachs von beachtlichen 32 Aktivschwingern verbuchen.
Auf Initiative von Josef Anton Fuster, Besitzer der Hochalp ob Urnäsch, fand am 19. Juni 1921 der erste Hochalp-Schwinget statt. In den Jahren 1922 und 1927 wurden weitere Bergschwingfeste auf der Hochalp durchgeführt.
In der Zwischenzeit engagierte sich Willi Jakober in Appenzell dafür, die Schwing- und Älplerfeste in Weissbad wieder aufleben zulassen. Dies gelang aber erst, als das Durchführungsverbot des NOS-Verbandes aus dem Jahre 1910 ausgeräumt werden konnte. Die sehr gut gelungenen Anlässe von 1923, 1924 und 1926 in Weissbad strahlten viel urwüchsige Festfreude aus.
Wohl nicht zuletzt dank diesen sehr populären Anlässen wies unser Verband in den frühen 20-er Jahren mit rund 100 Aktivschwingern für lange Zeit die höchsten Mitgliederzahlen aus.
Am 10. Februar 1935 wurden vom damaligen Präsidenten Walter Rössler sieben verdiente Schwinger zu den ersten Ehrenmitgliedern des AKSV ernannt.
1946 fiel unserem Verband die grosse Ehre zu, die Eidgenössische Delegiertenversammlung in Herisau durchzuführen.
1948 wurde vom Schwingklub Herisau und Umgebung der erste Kantonale Jungschwingertag durchgeführt.

Die Zeit des Umbruchs

Nachdem die altbekannten Hochalp- und Weissbad-Schwinget verschwunden waren, fand in der ganzen Ostschweiz kein Bergschwinget mehr statt.

Im August 1950 fand auf der Schwägalp, analog zu Stoos und Brünig, der Kantonal-Schwingertag statt. Weitere Schwingertage wurden auf der Schwägalp 1954 und 1957 erfolgreich durchgeführt. Die damaligen Initianten des Schwägalp-Schwingets gelangten mit Unterstützung des Kantonal-Vorstandes schliesslich an den NOS-Schwingerverband um auf der Schwägalp einen Bergschwinget mit Kranzabgabe durchzuführen. Alle Bemühungen waren jedoch umsonst und sämtliche Bergkranzfest-Hoffnungen mussten vorläufig wieder begraben werden.
Die Jahre 1960 - 1985 standen ganz im Zeichen des Umdenkens. Es wurde mehr und zielorientierter trainiert. Dies hat sich in den folgenden Jahren ausgezeichnet: 1966 kehrte Hans Rechsteiner als erster Appenzeller kranzgeschmückt vom Eidg. Schwing- und Älplerfest aus Frauenfeld in seine Heimat zurück. Drei Jahre später, 1969, kehrte auch Peter Eisenhut vom Eidgenössischen in Biel kranzgeschmückt nach Hause.
Diese sportlichen Erfolge spornten die Schwinger im ganzen Verbandsgebiet an. Es war nun keine Seltenheit mehr, dass Appenzeller Schwinger von Kantonal-, Teilverbands- und Bergfesten oder sogar von Eidgenössischen Schwingfesten mit dem begehrten Eichenlaub nach Hause kamen.
1974 wurde dem AKSV ein eigenes Verbandsbanner geschenkt und mit einem Fahnenweih-Schwinget im Sportzentrum in Herisau gefeiert.
Sowohl in schwingerischer als auch in administrativer Hinsicht zeichnete sich langsam die Ära „Schläpfer & Schiess“ ab. Ernst Schläpfer und Walter Schiess waren über viele Jahre die Zugpferde des AKSV.
Mit ihren Grosserfolgen wurde der Eidg. Schwingerverband auf unseren kleinen Kantonalverband aufmerksam. 1972 war Walter Schiess mit 19 Jahren der jüngste Kranzgewinner am Eidg. Schwing und Älplerfest in La Chaux de Fonds. 1980 hat Ernst Schläpfer schliesslich alle Schranken durchbrochen. Er wurde am Eidgenössischen in St. Gallen erster Schwingerkönig unseres Kantonalverbandes. Drei Jahre später, 1983, doppelte Ernst gleich nach und wurde zum zweiten Mal Schwingerkönig. Mit seinem zweifachen Schwingerkönigstitel blieb er über viele Jahre die dominierende Figur auf den Sägemehlplätzen in der ganzen Schweiz.
Der AKSV durfte über viele Jahre sehr grosse Erfolge feiern. Festsieger an Kantonal-, Teilver-bands- und Bergfesten sowie am Kilchberg- und Unspunnen-Schwinget gehörten schon fast zur Tagesordnung.
1993 war der grosse Durchbruch von Thomas Sutter: der zwanzigjährige Thomas hat als erster Innerrhoder das Unspunnenfest gewonnen. Für diesen grossen, sportlichen Erfolg wurde Thomas gar zum Appenzeller-Sportler des Jahres gewählt.
Zwei Jahre später, 1995, folgte ein weiterer Grosserfolg von Thomas Sutter, „Böhli“: Thomas erkämpfte sich 22-jährig am Eidgenössischen in Chur den Schwingerkönigstitel. Damit war er nach Ernst Schläpfer bereits der zweite Schwingerkönig aus unserem Verbandsgebiet.
2002 an der Abgeordneten-Versammlung in Aubonne wurde Ernst Schläpfer, nach mehrjähriger Tätigkeit als Technischer Leiter des Eidg. Schwingerverbandes, als erster Appenzeller zum Präsidenten des Büros der Abgeordneten-Versammlung gewählt.

Wiedergeburt des Schwägalp-Schwingets

Ab dem Jahr 1994 befassten sich Ernst Schläpfer und Niklaus Hörler intensiv mit der Idee, auf der Schwägalp die Bergkranzfest-Ära in unserem Kantonal-Verband wieder aufleben zu lassen. Die beiden Initianten hatten eine grosse Idee ins Leben gerufen, die jedoch nicht bei allen Mitgliedern des Eidgenössischen Schwingerverbandes auf Begeisterung stiess.

Als erster Schritt fand 1998 der Kantonal-Schwingertag auf der Schwägalp statt, sozusagen als Probe für ein Bergkranzfest. Da dieses Vorhaben sehr erfolgreich über die Bühne gebracht werden konnte, wurde dem Eidgenössischen Schwingerverband anschliessend ein Gesuch um Durchführung eines Bergkranzfestes auf der Schwägalp eingereicht. Nach unzähligen Diskus-sionen und Versammlungsbeschlüssen wurde dem AKSV in Zusammenarbeit mit dem Tog-genburger Schwingerverband das Schwägalp-Schwinget mit Kranzabgabe für eine Versuchsphase von 3 Jahren zugesprochen. Diese 3-jährige Versuchsphase war wiederum von grossem Erfolg gekrönt. Nicht zuletzt dank dem grossartigen Einsatz aller Helfer wuchs das Interesse an diesem speziellen Bergschwinget von Jahr zu Jahr, so dass im August 2002 schliesslich rund 7‘200 Zuschauer gezählt werden konnten.
Im Frühling 2003, an der Abgeordneten-Versammlung in Erstfeld, wurde das Schwägalp-Schwinget definitiv als Bergkranzfest in die Statuten des Eidg. Schwingerverbandes aufgenommen und hat nun seinen festen Platz im „Schwingerjahr“.


Die erfolgreichsten Schwinger des AKSV

Schwingerkönige:

Ernst Schläpfer
1980 / 1983

Thomas Sutter 1995



Eidg. Kranzgewinner:

Sutter Josef
1961 / 1964 / 1972
Rechsteiner Hans
1966

Eisenhut Peter 1969 / 1972
Schiess Walter 1972 / 1983
Inauen Franz 1972
Schläpfer Ernst 1977 / 1980 / 1983 / 1986
Fritsche Franz 1980
Giger Emil 1986 / 1989
Sutter Thomas 1992 / 1995 / 1998 / 2001 / 2004
Bürgler Urs 1995 / 1998 / 2001
Sutter Kuno 1998
Bless Michael 2010 / 2013 / 2016
Zwyssig Raphael 2013
Hersche Martin 2016
Kuster Marcel 2016


Zusammensetzung des AKSV heute

Der Appenzeller Kantonal-Schwingerverband besteht aus den 4 Schwingklubs:

- Appenzell
- Gais
- Herisau
- Wolfhalden.

Mitgliederzahlen des AKSV:
Aktive 104

Jungschwinger 90
Ehrenmitglieder 29
übrige Mitglieder 837
Total 1059